Unser Konzept zur Leistungsbewertung
Stand: Juni 2011

Vorwort 
Die Unterrichtsgestaltung und der Aufbau eines gut strukturierten Unterrichts wird nicht nur getragen von der unterrichtenden Lehrperson sondern von der best möglichen Zusammenarbeit im Kollegium. Dies bedeutet insbesondere, dass die Kollegen und Kolleginnen in den gleichen Jahrgangsklassen Unterrichtsinhalte und Lernziele miteinander absprechen, sich gegenseitig unterstützen und Lernziele in einem geplanten Zeitraum festlegen.

Im Einzelnen bedeutet dies:

  • Austausch von Materialien
  • Gemeinsames Herstellen von Arbeitsmitteln
  • Absprache und gemeinschaftliche Planung der Klassenarbeiten
  • Pädagogische Gespräche in Klassenkonferenzen
  • Gemeinsame Unterrichtsplanung
  • Erstellung von Stoffverteilungsplänen und Einrichten von Schuljahres und themenbezogenen Materialordnern, die allen zugänglich sind
  • Terminabsprachen für die Abgaben der gemeinsam erstellten Arbeiten
  • Übernahme von organisatorischen Aufgaben, z.B. Leitung von Arbeitsgemeinschaften, Führung der Schüler- und Lehrerbücherei, Wartung von Sportgeräten, EDV-Einrichtungen usw.

Über den Unterricht in der Schule hinaus wird die regelmäßige Fortbildung  des Kollegiums bezüglich der Termine, Schwerpunkte und Themen abgesprochen. Jeder Kollege /jede Kollegin fungiert als Multiplikator seiner Informationen. Dies gilt besonders bei der Betreuung und Ausbildung von Referendaren und Referendarinnen.

 

Leistungskonzept Deutsch

Allgemeine Beurteilungskriterien

Rechtschreibüberprüfung
Pro Halbjahr wird in den Parallelklassen eine gemeinsame Rechtschreibüberprüfung durchgeführt. In gemeinsamer Arbeit werden Kriterien zum Üben und zur Bewertung erstellt. Es soll ein gleicher Standard angestrebt werden.

Anzahl der Wörter pro Jahrgang
Ende 1. Schuljahr   –   25 Wörter
Ende 2. Schuljahr   –   60  Wörter
Ende 3. Schuljahr   –   90  Wörter
Ende 4. Schuljahr   – 110-130 Wörter

Bewertung der Rechtschreibüberprüfung
0 Fehler  – sehr gut
bis 2 Fehler – gut
bis 5 Fehler –  befriedigend
bis 10 Fehler – ausreichend
bis 15 Fehler – mangelhaft
oder nach der Punktetabelle siehe Anlage

Aufsatzbewertung
Ein Beurteilungsrahmen wird für die jeweilige Schreibsituation konkretisiert und differenziert. Außerdem werden die einzelnen Gesichtspunkte jeweils dem Aufsatzthema/der Schreibsituation entsprechend gewichtet. Bewertung der Aufsatzthemen erfolgt durch Bewertungsbögen (siehe Anhang)

Lesebewertung

  • Sinnentnahme von Texten
  • Lesefluss und Betonung bei geübten Texten
  • Lesefluss bei ungeübten Texten

Weitere Beurteilungsbereiche

  • Die WM
  • Lesefitnesstests
  • Nutzung der Schülerbücherei
  • Nutzung von Antolin
  • Vortrag von eingeübten Texten
  • Internetrecherche am Computer

 

Anforderungen und Bewertungskriterien für das erste Schuljahr

Folgende Kompetenzen und Ziele erscheinen uns von besonderer Bedeutung:

  •  lautgetreues Schreiben, Kenntnis von Schlüsselwörter, Formrichtigkeit der Buchstaben (Druckbuchstaben), Anbahnung von Rechtschreibkompetenzen …
  •  Lesemotivation aufbauen, Synthese eigenständig schaffen, sichere Zuordnung von Buchstaben und Lauten, einsilbige Wörter lesen und verstehen, zwei und mehrsilbige Wörter lesen und verstehen, passende Sätze Bildern zuordnen, kleine Texte vorlesen, sinnerfassendes Lesen, …
  • Einführung in die Schreibschrift, …
  • Schreibmotivation aufbauen, kleine Sätze, bzw. Wörter zu Schreibanlässen entwickeln, …
  • Erweiterung des Wortschatzes,
  • kleine Texte möglichst fehlerfrei abschreiben
  • Möglichkeiten der Leistungsüberprüfung:
  • Leselernzielkontrollen aus dem Unterrichtswerk Fara und Fu,
  • Leseheft (Fara und Fu),
  • Lesen und Erzählen,
  • kurze Diktate aus geübten Wörtern und Sätzen, Abschreibübung

 

Anforderungen und Bewertungskriterien für das zweite Schuljahr

Folgende Kompetenzen und Ziele scheinen uns von besonderer Bedeutung: 

Mündliches Sprachhandeln

  • anderen zuhören
  • einen mündlich gestellten Arbeitsauftrag verstehen und ausführen
  • auf altersgemäße Entscheidungs- oder Ergänzungsfragen antworten
  • Fragen stellen, um Sachverhalte und Beziehungen zu klären
  • eine Begebenheit oder einen Sachverhalt aus seinem Lebensbereich verständlich erzählen sich weitgehend sprachrichtig äußern

Schriftliches Sprachhandeln einschließlich Rechtschreiben

  • Schreibgelegenheiten zum eigenen Schreiben nutzen
  • eine Begebenheit oder einen Sachverhalt aus seinem Lebensbereich verständlich aufschreiben
  • eigene Texte in Druck- und Schreibschrift formklar und flüssig schreiben
  • eigene Texte, bezogen auf die Rechtschreibung lesbar schreiben; dabei muss erkennbar sein, dass über die lautorientierte Schreibweise hinaus auch bereits einfache Abweichungen, Rechtschreibmuster und rechschriftliche Kenntnisse verwendet werden (Schreibungen von: au , ei, eu, eh, sch, st, sp, qu; Endungen -en, -er; Einhalten der Wortgrenzen, Großschreibung nach Satzschlusszeichen, Nomen in der Regel groß schreiben)

Umgang mit Texten und Medien, einschließlich Lesen

  • Texte zum eigenen Lesen auswählen
  • eine schriftlich gegebene Arbeitsanweisung verstehen und ausführen
  • kurze altersgemäße Texte still oder mitflüsternd erlesen und textbezogene Fragen zum Inhalt beantworten
  • (Lesekompetenztests)

Sprache reflektieren

  • sich zu Gesprächs- , Lese- und Schreiberfahrungen äußern
  • Wörter angeleitet sammeln, ordnen, gliedern, verändern

 

Schriftliche Leistungsüberprüfungen

Rechtschreiben

  • Rechtschreibarbeiten
  • Abschreiben
  • Schleichdiktat
  • Diktate (bis 60 Wörter auf der Grundlage von Lernwörtern)
  • Freies Schreiben
  • mindestens 4 Arbeiten/Diktate pro Halbjahr

Aufsätze/Beispiele: (mindestens 5 Aufsätze im Schuljahr)

  • Beschreibung
  • Bildergeschichte
  • Brief/Einladung 
  • Fortsetzungsgeschichte
  • Reizwortgeschichte
  • Steckbrief
  • Elfchen
  • Erlebnis

 

Anforderungen und Bewertungskriterien für das dritte Schuljahr

Folgende Kompetenzen und Ziele scheinen uns von besonderer Bedeutung:

Sprechen und Zuhören

  • Erlebnisse und Sachverhalte verständlich wiedergeben
  • eigene Meinungen vertreten
  • gezielt Rückfragen stellen
  • auf die Beiträge anderer eingehen
  • versetzen sich in eine Rolle und gestalten sie sprecherisch, gestisch und mimisch
  • orientieren sich an der gesprochenen Standardsprache

 

Schriftliches Sprachhandeln

Schreiben

  • schreiben flüssig und weitgehend gut lesbar in einer verbundenen Handschrift
  • erzählende, appellierende, informierende und poetische Texte schreiben
  • Überarbeitungshinweise/Schreibkriterien bezüglich Inhalt, Sprache und Form beachten und nutzen
  • Texte handschriftlich und mit Hilfe neuer Medien gestalten
  • Rechtschreiben
  • methodisch sinnvoll abschreiben
  • verwenden Hilfsmittel zur Selbstkontrolle (z.8. Wörterliste, Wörterbuch … )
  • verwenden Rechtschreibstrategien (z.8. Mitsprechen, Ableiten, Verlängern, Einprägen … )
  • grundlegende Regelungen der Rechtschreibung nutzen

Lesen- mit Texten und Medien umgehen

  • verstehen schriftliche Arbeitsanweisungen und handeln danach
  • finden wichtige Textinformationen und geben sie richtig wieder
  • beschreiben ihre Leseerfahrungen
  • können sich zunehmend schnell im Text orientieren (überfliegendes  Lesen, selektives Lesen)
  • Texte präsentieren
  • Gedichte auswendig lernen
  • recherchieren in Medien zu Themen und Aufgaben

Sprache und Sprachgebrauch untersuchen

  • lernen Merkmale unterschiedlicher Textsorten kennen (informierende, unterhaltende, poetische Texte)
  • Wörter nach thematischen, grammatischen und orthographischen Gesichtspunkte ordnen
  • bei der Satz- und Textarbeit die Sprachproben Ergänzen, Weglassen, Umstellen, Ersetzen und die Klangprobe nutzen
  • wichtige Fachbegriffe und ihre Bedeutung kennen

Schriftliche Leistungsüberprüfungen

Rechtschreiben

  • Rechtschreibarbeiten
  • Abschreiben
  • Diktate (bis 90 Wörter auf der Grundlage von Lernwörtern)
  • Freies Schreiben
  • mindestens 4 Arbeiten/Diktate pro Halbjahr

Aufsätze/Beispiele: (mindestens 5 Aufsätze im Schuljahr)

  • Rezept
  • Bildergeschichte
  • Brief/Einladung
  • Nacherzählung
  • Beschreibung
  • Fortsetzungsgeschichte
  • Reizwortgeschichte

 

Anforderungen und Bewertungskriterien für das vierte Schuljahr

 Sprechen und Zuhören

  • Sachverhalte und Begebenheiten verständlich wiedergeben
  • Zum Thema sprechen und eigene ‚Meinung äußern
  • Gestik, Mimik und Stimmführung text- und rollenadäquat einsetzen

Schriftliches Sprachhandeln

Schreiben

  • erzählende, appellierende, informierende und poetische Texte schreiben
  • Kriterien zur Überarbeitung bezüglich Inhaltlichkeit, Sprachgestaltung beachten und nutzen
  • Texte handschriftlich und mit Hilfe neuer Medien verfassen und gestalten
  • flüssig in einer formklaren Schrift schreiben
  • Rechtschreiben
  • methodisch sinnvoll abschreiben
  • selbständig Wörter und Regeln mit Methoden wie Lernkartei-Arbeit einüben
  • bei schwierigen Wörtern Ableitungen bilden, nachschlagen, nachfragen
  • Texte kontrollieren und korrigieren
  • Grundlegende Regelungen der Rechtschreibung kennen

 Lesen – mit Texten und Medien umgehen

  • über Lesefähigkeiten verfügen
  • über Leseerfahrungen verfügen
  • Texte erschließen/Lesestrategien nutzen
  • Informationen aus Texten entnehmen und zusammenfassend wiedergeben
  • zu den Texten Stellung beziehen 
  • Texte präsentieren
  • Techniken des Auswendiglernens anwenden
  • Gedichte auswendig lernen

Sprache reflektieren

  • sprachliche Verständigung untersuchen
  • bei der Arbeit am Wort Methoden des Sammelns, Ordnens, Gliederns und Veränderns nutzen
  • bei der Satz- und Textarbeit die Sprachproben Ergänzen, Weglassen, Umstellen, Ersetzen und die Klangprobe nutzen
  • die verbindlichen Fachbegriffe kennen und anwenden

Schriftliche Leistungsüberprüfungen

Rechtschreiben

  • Rechtschreibüberprüfungen
  • Abschreiben
  • mindestens Diktate ( 110 – 130 Wörter) pro Halbjahr
  • Freies Schreiben
  • Aufsätze/Beispiele: (mindestens 5 Aufsätze im Schuljahr)
  • Nacherzählung mit Perspektivwechsel
  • Eine Geschichte fortsetzen
  • Aus einem Zeitungsartikel eine Erlebniserzählung gestalten  oder umgekehrt
  • Bildergeschichte
  • Phantasiegeschichte
  • Kurzbeschreibung
  • Reizwortgeschichte
  • Beschreibung
  • Fabel
  • Märchen

 

Leistungskonzept Mathematik
Bewertet werden grundsätzlich alle erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler.
Es werden zwei Beurteilungsbereiche unterschieden:

  • Schriftliche Arbeiten
  • Sonstige fachspezifische Leistungen

Mathematikarbeiten werden mindestens 1 Arbeit pro Halbjahr parallel und in Abstimmung mit den jeweiligen Jahrgangsstufenlehrern geschrieben. Der Umfang einer Klassenarbeit sollte in der Regel so sein, dass die Arbeit in 45 Minuten zu bewältigen ist.

Die Lehrerkonferenz hat entschieden mit Hilfe der Punktetabelle (Welt der Zahl, Lehrerband) die Leistungsbewertung vorzunehmen (Diese Tabelle kann in der Schule eingesehen werden).

Am Ende eines jeden Schuljahres sollten bestimmte Mindestanforderungen erfüllt sein. (Siehe Tabellen im Anhang unseres Lehrwerkes „Welt der Zahl“, „Differenziert Mathematik unterrichten: Diagnosearbeiten und Fördermaßnahme “ für die Klassen 1- 4. Diese Tabellen können in der Schule eingesehen werden.)

 

Leistungskonzept Sachunterricht 
Die Leistungsbewertung orientiert sich inhaltlich an den Kompetenzerwartungen des Lehrplans, die den Bereichen

  • Technik und Arbeitswelt
  • Natur und Leben
  • Raum, Umwelt und Mobilität
  • Mensch und Gemeinschaft
  • Zeit und Kultur

Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von den Schülerinnen und Schülern erbrachten Leistungen sowie der individuelle Lernfortschritt und die Anstrengungsbereitschaft.

Mündliche Leistungen
Die mündlichen Leistungen orientieren sich an:

  • Beiträge zum Unterrichtsgespräch
  • Reproduktion des Gelernten
  • Mitteilen von Beobachtungen
  • Anwendung von Fachbegriffen
  • Finden von Problemlösungen
  • Erkennen von Zusammenhängen
  • Präsentation von Ergebnissen
  • Reflexion von Lernergebnissen (Transferieren)

Schriftliche Leistungen

Zur Bewertung der schriftlichen Leistungen werden folgende Darstellungen und Dokumentationen herangezogen:

  • Mappenführung (Übersichtlichkeit, Inhalt, Gestaltung, Vollständigkeit, Sorgfalt, Sauberkeit)
  • Lerntagebuch/ Forscherbuch
  • Produkte von Partnerarbeit und Gruppenarbeit (Schrift, Übersichtlichkeit, Bilder, Inhalt, Gestaltung, Sauberkeit)
  • schriftliche Hausaufgaben
  • Lernzielkontrollen

Praktische Leistungen

  • das Planen, Aufbauen und Durchführen von Versuchen
  • das Anlegen von Sammlungen und Ausstellungen
  • die Pflege von Pflanzen
  • die Nutzung von Werkzeugen und Messinstrumenten
  • das Anfertigen von Tabellen, Zeichnungen, Collagen und Karten
  • das Bauen von Modellen.